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Pour ceux d'entre vous qui maîtrisent la langue de Goethe, voici l'article que Forum a consacré à Inverses dans son n° 39, en 2001. EINE NEUE ZEITSCHRIFT Inverses. Littératures, Arts, Homosexualités. Jahrgang 1 (2001). Paris. Société des Amis d'Axieros, 166, Avenue de Paris, F-92320 Châtillon Vor drei Jahren erfuhr das Forum für den historischen Bereich eine Erganzung durch die Zeitschrift Invertito (Verlag MännerschwarmSkript, Hamburg): nur ein Heft pro Jahr (Jahrbuch für die Geschichte der Homosexualitäten), etwas aufwendiger (nicht schöner) gestaltet und entsprechend teuer. Wie eine gute Mischung aus Forum und Invertito kommt der französiche Bruder daher: ebenfalls als Jahrbuch konzipiert, will Inverses nicht nur die Themenkreise Literatur und Historie abdecken, sondern zusätzlich noch die Kunst berücksichtigen. Die Herstellung entspricht eher dem Forum, der Preis ist unschlagbar günstig: 5,95 Euro bei 176 S. (mit Abbildungen). Statt eines Grundsatzartikels ein Porträt (S. 5-8): Die herausgebende Société des Amis d'Axieros nennt sich nach dem durch Selbstmord jung gestorbenen, heute weitgehend vergessenen Dichter Axieros (Pierre Guyolot-Dubasty, 1898-1927), dessen wenige Bücher (mit sprechenden Titeln: Platoniquement, 1924; Les solitudes inquiètes,1925;Les miettes du banquet,1928) selbst in Bibliotheken kaum zu finden sind. Als Zeitgenosse von Gide und Proust schrieb er nicht nur offen über Homosexualität, sondern verknüpfte auch Historie und Literatur: Platoniquement enthält u.a. Dialoge zwischen August von Platen und Sappho sowie zwischen Renée Vivien und Oscar Wilde. Axieros 'Miarbeit an der Zeitschrift Inversions dürfte die Titelwahl für das neue Jahrbuch mitbestimmt haben. Redakteur ist Patrick Dubuis, der sich in seinem Beitrag über Tondelli als Verfasser einer Thèse mit dem Titel L'Homosexualité masculine dans la littérature française de la première moitié du XXe siècle vorstellt. Ihm stehen in der Redaktion Michel Renouard, Thierry Revol und Vincent Simonet zur Seite, die jeweils auch mit eigenen Beiträgen vertreten sind. Die meisten der knapp und informierend gehaltenen Beiträge im ersten Heft gelten der Literatur (die HIstorie kommöt nur im bibliographischen Teil zu ihrem Recht): NICOLAS BALUTET, Le Public de Federico Garcia Lorca ou le théâtre des profondeurs (S. 9-25); PATRICK DUBUIS, Représentations de l'homosexualité dans l'oeuvre de Pier Vittorio Tondelli (S. 27-46); JEAN-CLAUDE FERAY et RAIMONDO BIFFI, Xavier Mayne (Edward I. Prime-Stevenson), romancier français? (S.47-57:halten es für wahrscheinlich, daß der bisher nicht nachweisbare Roman Sébastien au plus bel âge nicht bloße Fiktion ist, sondern tatsächlich geschrieben und veröffentlicht wurde);PATRICK POLLARD, Stephen Fry et Oscar Wilde ou l'Ecole du mensonge (S.59-68); MICHEL RENOUARD, La musique de Francis KING: Allegretto ma non troppo (S.69-76); THIERRY REVOL, Doubles et compagnons dans les chansons de geste: La Chanson de Roland, Ami et Amile (S.77-95);VINCENT SIMONET, Les émois du moi: Le discours érotique dans l'oeuvre de Sandro Penna (S.97-116). Unter der Rubrik «Préférences» finden sich kurze Notizen zur Herbert-List-Ausstellung, die im Jahre 2000 in Paris zu sehen war, und zu dem Zeichner und Maler Michel Guinot (im Vergleich zu Francis Bacon). Unter «Annuaire 2000» folgen eine Bibliographie und eine Filmographie. Die Bibliographie (S. 133-166) nennt Primär - und Sekundärliteratur, beschränkt sich aber auf selbständig ershienene Werke. Hervorzuheben ist. daß die Titelliste mit nachfolgenden Kurzrezensionen verknüpft ist - fast 50 an der Zahl. Angesichts der Schwierigkeiten, die das Forum mit seinen Rezensenten hatte und hat, scheint mir das ein nachahmenswertes Beispiel zu sein: Wer ein interessantes Buch oder einen interessanten Aufsatz gelesen hat, informiert kurz über Thema und Gehalt. Nach dem gleichen Prinzip ist die Filmographie zusammengestellt. Wolfram Setz
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